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Museen, Burgen und Schlösser
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| Name: |
DLM Ledermuseum Offenbach |
| Strasse: |
Frankfurter Strasse 86 |
| PLZ Ort: |
63067 Offenbach |
| Telefon: |
069 / 8297980 |
| Telefax: |
069 / 810900 |
| Internet: |
http://www.ledermuseum.de |
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| E-Mail: |
info@ledermuseum.de |
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Lageplan:
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Interaktiv / Statisch
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Anfahrtsroute:
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Route berechnen
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Das DLM Ledermuseum Offenbach vereinigt drei Museen unter einem Dach: das europaweit größte Schuhmuseum mit internationaler Fußbekleidung aus vier Jahrtausenden, das Museum für Angewandte Kunst (Schwerpunkt Leder) und das Ethnologische Museum.
Vor über 85 Jahren eröffnete der Gründer, Prof. Hugo Eberhardt, dieses in seiner Art einmalige Institut in der Lederstadt Offenbach. Seitdem sind mehr als 30.000 Objekte zusammengekommen, die –wie es damals hieß- „die Ledergewinnung und Lederverarbeitung aller Zeiten und aller Völker“ dokumentieren. 1938 bezog das DLM sein neues Domizil im umgebauten „Städtischen Lagerhaus“, einem 175 Jahre alten, klassizistischen Gebäude in Offenbachs westlicher Innenstadt.
Was ursprünglich als Sammlung von historischen Vorbildern für eine florierende Lederwarenindustrie angelegt worden war, entwickelte sich schnell zu einem Mehrspartenmuseum mit globalem, anthropologischem Anspruch. So wurde das älteste bekannte Ledergefäß 1936 erworben: der Fund aus el-Gebeleyn in Ägypten stammt aus einer vordynastischen Grablege und enthielt Knochenwerkzeuge eines Priesters oder Schamanen. Das Gefäßist über einem Tonkern modelliert und mit feinen Blindpressungen verziert. Er entstammt der Naquada-Kultur und ist über sechs Jahrtausende alt. Bis heute werden von den Tuareg-Handwerkerinnen in Agadez/Niger ähnliche Rohhautgefäße für Schmuck hergestellt. Diese und andere authentische Schöpfungen des ethnischen Kunsthandwerks sind auch in der Geschenkboutique des DLM zu erwerben.
Glanzpunkte des Ethnologischen Museums im DLM sind die jüngst in erweiterter Form neu eröffnete Afrika-Abteilung, das Asien-Department mit der weltweit bedeutenden Sammlung orientalischer, chinesischer und südostasiatischer Schattenspielfigurinen und einem bemerkenswerten Bestand aus den Bereichen der Kulturen Japans, Chinas, Tibets und der Polarregionen. Wer also ein Original-Kajak der Inuit oder die komplette Rüstung eines Samurai studieren will, wird hier ebenso fündig wie der Freund afrikanischer Maskenkostüme aus Nigeria und Angola oder der Bewunderer eines komplett ausgestatteten Lederzelts der Tuareg. Die Amerika-Abteilung im Ethnologischen Museum des DLM wurde in Kooperation mit den Museen in Darmstadt (HLMD) und Frankfurt (MDW) als überregional renommierte Schwerpunktsammlung zu den Kulturen der Native Americans aufgebaut. Sie ist vor allem auch bei den einheimischen Völkern Nordamerikas und Kanadas berühmt – so kann es durchaus passieren, dass die deutschen Besucher hier unvermittelt einem Navajo, Hopi oder Blackfoot begegnen, der in Offenbach die Hinterlassenschaft seiner Vorfahren studiert.
In immer neuen Events bietet das DLM allen Interessierten –seien es Kinder oder Erwachsene- einen Einblick in die aktuellen Kulturen der im Museum gezeigten Gruppen, beispielsweise Javanisches Schattentheater mit Originalmusik eines Gamelan-Orchesters oder Westafrikanische Modenschauen mit klassischer Musik der Griots und Spezialitäten aus Nigeria, ein Kinderfest mit indianischen Märchen, Tänzen und Akrobaten oder anatolische Folklore, Küche und Schattenspiele mit dem berühmten Hauptdarsteller Karagösz.
Ein Spezialmuseum eigener Art ist das Deutsche Schuhmuseum im DLM mit über 30.000 Artefakten. Neben einer Darstellung der internationalen Kostümgeschichte aus vier Jahrtausenden erlaubt die Sammlung auch Einblicke in die Geistes- und Kulturgeschichte der Menschheit, etwa angesichts von Sandalen aus ägyptischen Mumiengräbern, Stiefelamuletten aus dem alten Iran, perlenbestickten Mokassins von den Great Plains, Chopinen der italienischen Renaissance, chinesischen Gin Lien, Plateausandalen aus osmanischen Harems, den Seidenstiefeln der Kaiserin Sissy und den Turnschuhen Joschka Fischers. Eine der jüngsten Neuerwerbungen sind die rekonstruierten Bergschuhe der Ötztalmumie: es sind nicht etwa derbe Fellstiefel, die in primitiver Weise um die nackten Füße geschnürt wurden, sondern fein genähte Lederpantoffeln mit einem robusten Innenschuh aus Faserschnüren und mit Heufüllung. „Ötzi“ trug dazu vor über 5000 Jahren bereits Leggings wie die Indianer Nordamerikas.
Das Museum für angewandte Kunst umspannt das gesamte Spektrum der europäischen Kunstgeschichte von ägyptisch-koptischen verzierten Gürteln und Taschen und spätromanischen Buchfutteralen über die Gotik mit einer bedeutenden Sammlung von Minnekästchen, reich verzierten Prunkwaffen und Mobiliar der Renaissance bis zu den erlesensten Produkten der Handwerkskunst an den Höfen des 17. bis 19. Jahrhunderts. Die Besucher bewundern immer wieder die hohe handwerkliche Qualität der handvergoldeten, geprägten und bemalten Kabinettschränkchen, Reliquienkästen und Tapeten, die feinen Verzierungen der Taschen, Sättel, Gürtel und Kleidungsstücke aus Leder, die aufwändig geschmückten und verarbeiteten Bucheinbände Europas und des Orients und natürlich die Highlights: das größte heute bekannte „Einhorn“ mit einem seinem damaligen enormen Wert entsprechenden rotledernen, vergoldeten Futteral, die Aktentasche Kaiser Napoleons I. von Frankreich oder das flämische Minnekästchen „Der schlafenden Ritterschaft“, aus der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts, zu dem es vergleichbare Stücke nur in Paris und New York gibt und und und...
Zusätzlich zu der ständigen Präsentation der wichtigsten Sammlungsgegenstände richtet das DLM Sonderausstellungen von internationaler Gegenwartskunst, Kunsthandwerk und aus dem Bereich der Kulturgeschichte aus und veranstaltet themenbezogene Festivals, etwa zur Kultur Marokkos, Westafrikas, Indonesiens, Anatoliens u.v.a. Das didaktische Programm bietet ganzjährig theoretische und praktische Angebote für Kinder und Erwachsene.
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